Richtig Bewerben - Die Bewerbung

Das Bewerbungsschreiben für Ausbildungsstellen

Das Bewerbungsschreiben ist mehr als nur ein Begleitschreiben zur Bewerbungsmappe. Hier ein paar Tipps:

  • Überzeuge den möglichen Arbeitgeber von Deiner persönlichen und fachlichen Eignung, sodass verständlich ist, warum Du der/ die Richtige für die Ausbildung bist.
  • Dein Anschreiben muss die Frage beantworten, warum Du diesen Beruf gewählt hast.
  • Beschreibe auch, warum Du Dich bei diesem Betrieb bewirbst?
  • Es ist super wichtig, dass Du Behauptungen mit Argumenten belegst. Floskeln, wie „ich bin sehr teamfähig“, kommen überhaupt nicht gut an. Wenn Du schreibst, Du bist teamfähig, dann untermaure diese Aussage damit, dass Du zum Beispiel seit Deiner Kindheit in einem Sportverein bist oder, dass Du Mitglied einer Band bist.

Ziel des Anschreibens ist, dass Du das Interesse des Betriebes weckst und Du Dich von den vielen anderen Bewerbern unterscheidest.

Hier findest du ein gutes Beispiel: Bewerbungsschreiben (.pdf, 20 kb)

Das Bewerbungsfoto

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und ist gerade für Ausbildungsplätze in Friseursalons, Arztpraxen, Geschäften wichtig, da dafür ein gepflegtes Äußeres verlangt wird.

Tipps für Dein Bewerbungsfoto:

  • Private Fotos oder Fotos aus dem Passbildautomat sind ein absolutes No-Go
  • Farbfoto oder Schwarzweißfoto – beides ist OK
  • Leiste Dir ein professionelles Porträtfoto (Foto zeigt nur den Kopf, den Hals und evtl. einen Teil der Schultern und der Brust). Der Preis liegt zwischen 15 und 100 €.
  • Präsentiere Dich von Deiner besten Seite:
    • Trage seriöse (Kostüm oder Sakko mit Krawatte), gepflegte und saubere Kleidung.
    • Schaue mit einem freundlichen Lächeln in die Kamera.
    • Das Farbfoto sollte nicht zu traurig, aber auch nicht zu bunt wirken. Hintergrund und Farben deiner Kleidung müssen einen guten Kontrast ergeben.
    • Das Schwarzweißfoto sollte ebenfalls einen guten Kontrast zwischen dem Hintergrund und der Kleidung geben. Achte auf Lichtspiegelungen in der Brille und auf fettige Haut.
  • Lasse mehrere Fotos von Dir machen (unterschiedlicher Hintergrund, Lichttypen, von links und von rechts, ernstes und fröhliches Gesicht, farbig, schwarz/weiß usw.) und suche das Beste am Ende heraus.

Doch keine Sorge, professionelle Fotografen wissen, worauf es bei guten Bewerbungsfotos ankommt.

Die Anlagen

Neben dem Bewerbungsschreiben gehören auch amtlich beglaubigte Kopien von Schul- und Praktikazeugnissen in die Bewerbungsmappe/ in den Anhang der Online-Bewerbung. Bitte verschicke keine Originale, die brauchst Du in Zukunft noch. Wenn Du keinen guten Kopierer hast, gehst Du für diese wichtige Angelegenheit am besten in einen Copy-Shop. Für Dein Engagement im sozialen oder sportlichen Bereich interessieren sich Arbeitgeber aber auch. Lasse Dir dafür eine Bescheinigung ausstellen und lege eine Kopie davon bei.

Der Lebenslauf

In den meisten Betrieben fällt der erste Blick auf Deinen Lebenslauf, da er einen schnellen Überblick verschafft und anhand dessen eine erste Vorauswahl getroffen werden kann.

Das musst Du beachten:

Formale Gestaltung

  • Ein Lebenslauf wird tabellarisch in einer Übersicht dargestellt.
  • Dabei steht das aktuellste Ereignis/ die aktuelle Tätigkeit nach Namen, Vornamen, Geburtsdatum/- ort, Adresse, Telefon- und Handynummer sowie E-Mail-Adresse immer an erster Stelle.
  • Arbeitgebern ist eine lückenlose zeitliche Darstellung Deines schulischen oder beruflichen Werdegangs sehr wichtig. Sie werden sofort aufmerksam, wenn für ein oder zwei Jahre nichts eingetragen ist.
  • Ein Lebenslauf umfasst nur eine Seite.
  • Verwende weißes unliniertes Papier im DIN-A4-Format.
  • Baue den tabellarischen Lebenslauf wie bei den Beispielen in drei Spalten auf.
  • Wähle eine gut lesbare Schrift (Arial oder Times New Roman, Schriftgröße 10 oder 12, Zeilenabstand 1,5).
  • Nimm‘ die gleiche Schrift auch für das Bewerbungsschreiben (allgemein müssen die Bewerbungsunterlagen einheitlich gestaltet werden).
  • Achte auf eine klare Gliederung.
  • Lasse ausreichend breite Seitenränder: etwa 3 cm links und rechts sowie 2 cm oben und unten.
  • Schreibe den Lebenslauf mit dem Computer und drucke ihn dann mit einem guten Drucker aus.
  • Klebe das Passfoto oben rechts sauber auf. Achte auf eine gute Fotoqualität.
  • Unterschreibe mit einem dunkelblauen oder schwarzen Stift mit Vor- und Zunamen.
  • Den fertigen Lebenslauf sollte unbedingt eine Person überprüfen, die etwas von der formalen Gestaltung versteht (z.B. ein Lehrer/in).

Inhaltliche Gestaltung

Überlege wie Du deine Stärken in den Vordergrund stellen kannst:

  • Zeugnisse: Wenn Du einen guten Abschluss hast, solltest Du den Notendurchschnitt erwähnen. Auch wenn der nicht so gut ist, hast Du ja sicherlich in einzelnen Fächern gute Noten, die für den Beruf wichtig sind. Zum Beispiel: Mathematik 2. Oder Deutsch 1, Englisch 2. Schlechtere Noten als 2 solltest Du nicht erwähnen. Auch nicht für Fächer, die für den Beruf nicht wichtig sind – wie Religion oder Gemeinschaftskunde. Dann benennst Du lieber nur den Schulabschluss.
  • Berufliche Qualifikationen – alle belegbaren Qualifikationen solltest Du in jedem Fall angeben: Praktika, Lehrgänge oder Sprachkurse.
  • Wenn Du noch keine Berufserfahrung hast, solltest Du zum Beispiel auch Ferien-Jobs oder das schulische Betriebspraktikum erwähnen (mit Datum und Name des Betriebs). Ferien-Jobs kannst Du ebenfalls als „Praktikum“ bezeichnen – lasse Dir dafür vom Betrieb eine Bescheinigung ausstellen, sodass Du sie Deiner Bewerbung beilegen kannst. Auch auf einen Schüleraustausch im Ausland solltest Du hinweisen.
  • Interessen und Fähigkeiten: Am Ende des Lebenslaufs – ohne zeitliche Einordnung – weist man auf besondere Fähigkeiten und Interessen hin, zum Beispiel Computer- und Sprachkenntnisse. Arbeitgeber interessieren sich auch für Hobbys und privates Engagement. Dabei überlegen, was für den speziellen Arbeitgeber besonders interessant sein könnte (Führerschein,

Hier findest du ein gutes Beispiel: Lebenslauf (.pdf, 16 kb)

Onlinebewerbung

Geheimnisse einer gelungenen Online-Bewerbung

Bewirb Dich nur bei Firmen online, die dies ausdrücklich wünschen. Ansonsten bewirbst Du Dich lieber mit einem Brief oder fragst im Zweifelsfall nach. Eine Bewerbung über das Internet ist genauso gut wie eine Bewerbung per Brief. Besteht seitens des Arbeitgebers Interesse an dir, wirst du meist aufgefordert, Deine Bewerbungsmappe per Post zu schicken.

Bewerbungsformular

Wird zu der Stellenausschreibung ein Bewerbungsformular angeboten, solltest Du dieses verwenden und keine E-Mail-Bewerbung schreiben. So bekommt der Empfänger durch die vorgegebenen Punkte einen knappen, aber informativen Überblick über deine Bewerbung.

Dateianhänge

Personalchefs haben oft wenig Interesse daran, Dateien zu bekommen, die sich nicht öffnen lassen und womöglich sogar Viren enthalten. Bei einigen Unternehmen landen solche Bewerbungen samt ungeöffnetem Anhang eventuell gleich im elektronischen Papierkorb. Wenn du eine Datei anhängen möchtest, besprich‘ dies zuvor mit dem Empfänger und erfrage das geeignete Format.

E-Mail-Adresse

Weil man einen schnellen und unkomplizierten Überblick bekommt, möchte der Betrieb eine elektronische Bewerbung. Ermögliche es den Personalverantwortlichen ebenfalls per Mail zu antworten. Richte Dir also eine E-Mail-Adresse ein (es gibt inzwischen viele Anbieter kostenloser E- Mail-Adressen (web.de, gmx.net, etc). Wähle eine Adresse, die seriös ist („sueße.Lilli@…“ oder „super.rambo@…“ machen keinen guten Eindruck!). Vergiss aber nicht, Dein Postfach regelmäßig zu checken.

Häufige Fehler

Rechtschreibfehler, unvollständige, grammatikalisch falsche Sätze und flapsige Formulierungen kennzeichnen leider einen Großteil der (Online-)Bewerbungen. Mach‘ es also besser und beeindrucke den Betrieb mit fehlerfreien und ordentlichen Bewerbungsunterlagen.